Header Ads

CD Vorstellung: Sara Petite – Road Less Traveled

Sara Petite – Road Less Traveled




1. Road Less Traveled
2. It Was Just A Kiss
3. Blackbird
4. Getting Over You
5. You Don't Care At All
6. Patchwork Quilt
7. Good 2 B Me
8. Sweet Pea Blues
9. Monkey On My Back
10. I Will Rise
11. Sweet Pea Patch
12. Road Less Traveled (Reprise)




Wenn man die Countrymusikszene nach neuerschienenen Alben durchstöbert, stößt man immer wieder auf junge Künstlerinnen und Künstler, die hierzulande noch wenig bekannt sind und selbst in den USA noch nicht den großen Massenmarkt erreicht haben (Letzteres kann man meist daran feststellen, daß denjenigen bereits ein Wikipedia-Eintrag zuteil wurde).
Dies trifft auch auf Sara Petite zu, die trotz des französischen Namens eine waschechte Amerikanerin ist – geboren im Staate Washington und jetzt in Kalifornien zuhause.
Immerhin ist Sara bereits seit 2006 im Musikgeschäft, damals erschien nämlich ihr erstes Album „Tiger Mountain“. Mit der daraus ausgekoppelten Single „Coming Home“ gewann die Sängerin immerhin  den Portland Sognwriter Contest.
2008 legte sie mit „Lead the parade“ das zweite Album nach, zwei Jahre später folgte „Doghouse Road“ und 2013 „Circus comes to town“. Das neueste Werk aus 2017 trägt den Titel „Road less traveled“.
Auch wenn es für das bisherige musikalische Werk nur lokale Auszeichnungen gab, sind Musikkritiker dennoch voll des Lobes: So ist sogar von einem „weiblichen Johnny Cash“ die Rede und es wird immer wieder auf eine musikalische Nähe zu Bruce Springsteen hingewiesen.
Nach so vielen Vorschußlorbeeren macht man sich natürlich mit einer gewissen (positiven) Voreingenommenheit ans Hören, und der Titelsong hat vom Stil her wirklich etwas von Johnny Cash, das folgende „It was just a kiss“ klingt hingegen verblüffend nach Roy Orbison, ebenso wie „Getting Over You“.
Das bluesig-rockige „Good 2 B Me“ ist das auffälligste Stück des Albums, beim Hören fühlt man sich atmosphärisch sogleich in eine rauchige Kneipe versetzt. Beim anschließenden „Sweat Pea Blues“ beweist Sara Petite, daß sie auch die ruhigeren Töne beherrscht, ehe sie bei „Monkey On My Back“ wieder rockigere Töne anschlägt.
Bei „I Will Rise“ klingt ein wenig der Sound von Janis Joplin durch, und am Ende des Albums wird der Titelsong noch einmal in einer schönen Unplugged-Version wieder aufgenommen.
Alles klingt sehr melodisch und gefällig, die Stimme allerdings zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall markant.
Das Werk offenbart verschiedene musikalische Einflüsse, die die Sängerin zu einem homogenen Album verarbeitet hat, alles bei einem erkennbar eigenen Stil.



Alexander Schulz-Luckenbach für Country Music News International

No comments