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Lauter runde Jahrestage in Tennessee

Lauter runde Jahrestage in Tennessee

Der Südstaat Tennessee hat eine ganze Reihe runder Jahrestage vor sich. Memphis, Nashville, Chattanooga und Bristol feiern Sternstunden der Musikgeschichte und die State Parks ihren 80. Geburtstag. Zigtausende Fans von Elvis Presley versammeln sich zu dessen 40. Todestag in Graceland.
Chattanooga Moon Pie – der schokoladenüberzogene Südstaatenklassiker unter den Keksen wird am 29. April 100 Jahre alt – und noch bekannter ist die Stadt für den Chattanooga Choo Choo. Glenn Millers Swing-Aufnahme gewann im Februar 1942 mit 1,2 Millionen verkauften Exemplaren die erste Goldene Schallplatte überhaupt. Niemand ahnte damals, dass die Melodie eines Tages den Sonderzug nach Pankow tragen würde. Zur ganzjährigen Feier des 75. Jahrestages empfiehlt sich ein Besuch des Hotels namens Choo Choo: Aus der Schalterhalle in Chattanoogas ehemaligemHauptbahnhof wurde die Lobby; man schläft in umgebauten Pullman-Waggons. Und am 1. Mai feiert ebenfalls in Chattanooga das Tennessee Aquarium seinen 25. Geburtstag.
Das größte Süßwasseraquarium der Welt bildet die Bäche und Flüsse des Staates Tennessee mit ihrer ganzen Tierwelt ab. Im Original lässt sich dies alles in 56 State Parks erleben, von denen einige den amerikanischen Nationalparks kaum nachstehen. Sie werden lediglich vom Staat Tennessee verwaltet, nicht von der Regierung in Washington. Und das seit 80 Jahren, denn am 21. Mai 1937 stellte das Parlament die ersten Naturwunder unter Schutz. Es gibt Wanderwege, Zeltplätze und Ferienhäuser.
Genau 90 Jahre wird es vom 25. Juli bis 5. August her sein, dass in der Kleinstadt Bristol ein gewisser Ralph Peer die ersten Country-Musik-Platten aufnahm, die kommerziellen Erfolg fanden, so auch mit der legendären Carter Family. Dies war der Urknall der Country Music; der spätere Ehemann von June Carter, Johnny Cash, nannte die Bristol Sessions „das wichtigste Ereignis in der Geschichte der Country Music.“ 



Das Birthplace of Country Music Museum in Bristol zeigt diese Geschichte. Das Festival Bristol Rhythm & Roots, feiert den Jahrestag vom 15. bis 17. September nach. 
Schon am 28. März begeht ein anderes Festival seinen 25. Geburtstag: Tin Pan South in Nashville hat sich seit 1993 zur größten Zusammenkunft der Songwriter entwickelt; bis zum 1. April steigen Konzerte überall in der Hauptstadt der Country Music.
Das ist dann auch der Tag, an dem vor genau 50 Jahren die Country Music Hall of Fame eröffnet wurde. Diese Ruhmeshalle des Country mit einem Museum stand anfangs noch in der Music Row, dem Stadtteil der Musikverlage und Plattenlabels, ist aber inzwischen ins Stadtzentrum umgezogen. Nach wie vor in der Music Row steht das RCA Studio B. Dieses Studio, in dem Ikonen wie die Everly Brothers, Dolly Parton, Willie Nelson und Elvis Presley aufnahmen, kann besichtigt werden – und wird im November 60.
Einen Monat nach dieser Studiogeburt eröffneten Jim Stewart und seine Schwester Estelle Axton die ebenfalls legendären Stax Records: zunächst in einem alten Lagerhaus im Brunswick, um schon 1960 nach Memphis umzuziehen. Hier nahmen dann Legenden des Soul auf, von Rufus und Carla Thomas bis zu Otis Redding, oft mit der Studioband Booker T. & The M.G.‘s. Am Original-Ort in Memphis steht heute das STAX Museum of American Soul Music. Mit dem Soul von Stax zündete gleich die zweite musikalische Weltrevolution in Memphis, gut zehn Jahre nach dem Rock ‘n‘ Roll des jungen Elvis.
Der starb am 16. August 1977. Zur Elvis Week rund um seinen 40. Todestag werden Zehntausende Fans erwartet. Höhepunkt ist der Candlelight Vigil am Vorabend, wenn sich vor Elvis‘ Anwesen Graceland ein Menschenmeer im Kerzenschein bildet.

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