Tuesday, June 2, 2015

Americana Weekend bei den Country Friends Kötz

Americana Weekend bei den Country Friends Kötz

Neues Kapitel in der Vereinsgeschichte
Leipheim (hog) Am vergangenen Wochenende gabs bei den Country & Western Friends Kötz ein Americana Music Weekend. Freitag und Samstag gehörten bei jeweils gutem Besuch im Saal des Hotels zur Post in Leipheim Künstlern aus den USA, Österreich, der Schweiz und Irland.


Am Freitag stand das Konzert von Eric Brace und Peter Cooper an, die bereits zum vierten Mal von den Country Friends eingeladen wurden. Der kleine Saal war fast voll geworden, und die beiden Singer-Songwriter aus Nashville überzeugten mit ihren wunderbaren Liedern, begleitet ausschließlich von ihren eigenen akustischen Gitarren.

Zu den Highlights von Eric Brace und Peter Cooper gehörte die Geschichte des Türstehers „Big Steve“ in Nashville, der groß ist, und einen langen Bart besitzt, der aber im Herzen der netteste Mensch ist, den man sich denken kann, insbesondere im Interesse der Musiker, die jeweils ihr Konzert geben. Überhaupt trafen Eric Brace und Peter Cooper nicht nur mit ihren Liedern den Nagel auf den Kopf, sondern auch mit ihren Anekdoten. Und so mancher im Publikum verdrückte eine persönliche Träne, als „Wait A Minute“ aus der Feder von Herb Pedersen erklang, das genial schöne Lied um Abschied und Sehnsucht, einsame Nächte nach schönen Nächten, und dem Wunsch, irgendwann doch für immer verbunden sein zu dürfen. Im Übrigen sangen Eric Brace und Peter Cooper vornehmlich Lieder, die sie selbst geschrieben haben. „Ancient History“, in dem echte Namen von echten Menschen mit deren Künstler- oder Spitznamen verglichen werden, war recht lustig, z.B. wird der ehemalige Präsident Richard Nixon als „Tricky Dick“ bezeichnet.

Das Americana Music Weekend ging dann weiter am Samstag an gleicher Stelle mit Harry Marte aus Österreich an Gesang und der akustischen Gitarre, Claude Meier aus der Schweiz am Kontrabass und Beth Wimmer aus Kalifornien am Hintergrundgesang und einigen perkussiven Instrumenten. Der Saal war gerammelt voll geworden, obwohl man Harry Marte hier in der Gegend noch gar nicht kannte, er trat erstmals bei den Country Friends auf.

Für viele sicher überraschend, wie die Musik klang, als Harry Marte, Claude Meier und Beth Wimmer anfingen zu spielen. Es war weniger die Stimme von Harry Marte, und die Art zu singen, die beide sehr an John Hiatt und Leonard Cohen erinnerten, und auch Spuren enthielten von Bruce Springsteen, Tom Waits, Bob Dylan und Malcom Holcombe. Nein, es war mehr die Tatsache, wie sehr Harry Marte seine Lieder und seine Arrangements auf den Punkt brachte. So etwas sieht man selten. Positiv zu vermerken war, dass diese überwiegend sehr ruhige Musik doch erstaunlich großes Lob aus dem Publikum erhielt. Harry hatte zu den Liedern auch immer die Bedeutung verraten, und es waren ausschließlich eigene Lieder von ihm zu hören. „Crack Jack“ z.B.: Wenn man von Utah nach Arizona runterfährt, sieht man graue, moderne Zweckgebäude, die aussehen wie Gefängnisse. Es sind Häuser in einem Reservat für Native People, und das Lied belegt, dass das Leben nur an einem dünnen, seidenen Faden hängt.

Drei ihrer Stücke spielte Beth Wimmer zur eigenen Gitarre, darunter „Dreams Bring Me Down“ von ihrer CD „Miracle Girl“. Beth Wimmer kannten einige schon von ihrem Auftritt im Kulturgewächshaus Birkenried, und sie kam mit ihrem eigenen Part sehr gut beim Publikum an. Im Kulturgewächshaus Birkenried kann man Harry Marte, Claude Meier und Beth Wimmer wiedererleben, und zwar im Rahmen des 07. Bluegrass Festivals im Kulturgewächshaus Birkenried vom 28.-30. August. Sie spielen dann die Sonntags Matinee am 30. August von 14 bis 17 Uhr.

Beide Abende eröffnete Michael Bohe, ein Singer-Songwriter aus Deutschland, der seit fast 20 Jahren in Irland lebt. Seine Lieder bestechen durch clevere Texte, und mit seiner klaren Stimme kann er bei seinem Vortrag an Donovan erinnern. In Nashville hat er kürzlich Lieder für drei CD’s aufgenommen, die in Bälde erscheinen werden. Mit diesem durchweg gelungenen Americana Weekend haben die Country Friends Kötz als Veranstalter ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte aufgeschlagen.

Ausblick: Am Samstag, den 13. Juni feiern die Country Friends 20 Jahre Radio free FM. Gemeinsam mit dem Ulmer Bürgerradio haben sie die Slow Horses aus Niedersachsen in den Pfleghofsaal Langenau eingeladen, das Konzert wird live bei Radio free FM übertragen. (Friedrich Hog)

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