Saturday, December 20, 2014

7 Wochen unterwegs in Sachen Country Music


Wie immer begleitete uns auch dieses Jahr im Urlaub Musik verschiedener Genres. Zum Auftakt, und da es so schön am Weg zu unserem geplanten Urlaubsziel lag, besuchten wir am 06.09.2014 den Countryabend im Ghost City Saloon in Haag/Hausruck (www.country-freunde-haag.at). Eröffnet wurde er von der Band Dado Eldorado aus Wien/NÖ (www.dado-eldorado.at). An der Fiddle Wolfgang Schanik, Drums Harald Annerl, Bass Gerald Jelesitz und natürlich der Bandleader und Leadsänger Dado. Gemeinsam spielten sie als Vorgruppe viele bekannte Coversongs und gute Musik für die Linedancer, z. B. Pinã Colada, Mercury Blues, Don’t Rock The Jukebox usw.

In der Umbaupause wurde ein interessantes Musikvideo gezeigt welches Jimmy Hirsch zur Verfügung gestellt hatte. Anschließend dann der sehnlichst erwartete Hauptakt, Willie Jones & Band (www.williejonesband.com). 7 Musiker drängten sich auf der fast zu kleinen Bühne. Willie Jones stammt aus den USA, lebt aber derzeit in Deutschland, seine Band kommt aus der Slowakei. Mit Bass, Akustikgitarre, Drums, Banjo, E-Gitarre und Gesang von Willie und den beiden Mädchen, Tatiana und Soňa, boten sie uns bis Mitternacht eine gute Mischung von Bluegrass, Traditionals und sehr vielen Eigenkompositionen. Sogar Jodeln konnten die Mädchen. Willie Jones hatte auch zwei verschiedene CDs im Gepäck die weg gingen wie warme Semmeln („Take Me As I Am“ und „River Road“).

    Last but not least – die anschließende Jam-Session in kleiner Runde ließ die Nacht lang werden. Für uns jedoch kein Problem, denn wir hatten nun einige Tage Zeit das nächste Fest zu erreichen. Gemütlich fuhren Franz und ich mit unserem Wohnmobil nach Norden und kamen am Donnerstag in Grafhorst, in der Nähe von Wolfsburg in Deutschland, an. Das Veranstaltungszelt wurde gerade noch fleißig aufgebaut und innen dekoriert. Auf der Campwiese dahinter standen bereits etliche Wohnwagen und dort trafen wir Bekannte vom letzten Jahr, die >Despe Valley Dancers<.
    Von Freitag, 12.09. bis Sonntag, 14.09.2014 fand in Grafhorst das jährliche Country-Festival (www.country-festival-grafhorst.de) statt. Westernstände, Kinderprogramm, Westernreiten, Linedance Workshop sowie Livebands an allen drei Tagen wurde geboten. Bisher fand das Fest immer in Danndorf, 3 km entfernt, statt. Da der Verein sich aufgelöst bzw. von der Organisation des Festes zurückgezogen hatte, übernahm das nun ein professioneller Veranstalter und Zeltverleiher. Lediglich die Musik wurde von Mitarbeitern eines anderen Country Vereins ausgesucht.
    Freitag, 12.09., begann also um 20 h die Veranstaltung mit einer Band aus Berlin die bereits 30 Jahre Bühnenerfahrung aufweisen kann: The Mountaineers (www.mountaineers.de) standen mit 5 Mann auf der Bühne mit Pedal Steel, E-Gitarre, Bass, Akust. Git., Drums und Gesang und unterhielten uns bis Mitternacht mit bekannten ( >Good hearted woman<, >San Antonio Rose<, >Lukenbach Texas<, >Sweet Home Alabama< usw.) und auch selten gespielten Songs (>Mamas don’t let your Babys grow up to be cowboys<). Die Linedancer hatten ihre Freude, zwei Zugaben waren auch noch drin und >My Rifle, My Pony and Me< war ein wohltuender Ausklang. Die Akustik im Zelt war jedenfalls sehr gut denn man hatte genügend Stoff-Dekorationen angebracht.
    Samstag, 13.09., fand bereits um 11:30 h der Linedance Workshop im Zelt statt, anschließend gab es Kaffee und Kuchen und im Freien unterhielt das Duo Country Road Boys aus Halle (www.countryroadboys.de) in erster Linie wieder die Linedancer. Vor dem Abendprogramm marschierten die Hobbyisten in schöner Kleidung und einer Menge Fahnenträger ein, sogar mit den Pferden ritten sie in das Zelt. Das Duo Walkin’ Shoes (www.walkin-shoes.de) machte danach 2 Stunden den Vorspann – es wäre besser gewesen, deren Darbietung zu kürzen und dafür die anschließende Band aus den Niederlanden viel früher auf die Bühne zu lassen. Viele Besucher verließen in diesen überlangen zwei Stunden das Zelt. Echt schade.
Hauptakt war dann Jannet Bodewes & Countryline (www.jannetmusic.nl). Jannet sang und wurde von 5 Musikern begleitet an Keyboard, Drum, Bass, E-Gitarre und Steelgitarre. Ausgereift und harmonisch brachten sie u. a. >Wagon Wheel<, >I feel lucky<, >Redneck Girl< u. a., Jannet hatte auch genau die richtige Stimme für Songs wie >Rosegarden< und >Calm after the storm<. Bei Jannet gefiel mir das Lied „Calm after the storm“ obwohl es ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Der Vortrag desselben vom Duo gefiel mir jedoch nicht. Die CD „Hank and Patsy’s Ghost“ mitzunehmen war für mich Pflicht.
    Sonntag, 14.09. haben wir die Zelte abgebrochen ohne den Frühschoppen zu besuchen. Diese Veranstaltung war für unseren Geschmack zu kommerziell ausgerichtet, wie ein Zeltfest. Die Gastronomie ließ ebenfalls sehr zu wünschen übrig, sowohl geschmacklich als auch vom Angebot. Nicht nur wir, auch viele andere Besucher fuhren enttäuscht weiter.
    Nach einigen Stopps in Frankreich bestiegen wir am 18.09. in der Früh die Fähre Calais-Dover. In England ging es mit Musik ungeplanterweise und zufällig gleich wieder weiter denn am nächsten Tag besuchten wir das Pub The Hope Inn in Newhaven, wo Crooked Rooks (http://thecrookedrooks.com), ein Acoustic Trio, mit Gesang, Gitarre und Cajon auftrat. Zu hören gab es Coversongs von Nirvana, Metallica, Kylie Minogue u. a. Das Pub war gut besucht und die Gäste sangen fleißig mit.
    Samstag verließen wir die Küste und das schöne Sommerwetter (32° im Schatten) denn der Hochnebel begleitete uns nun bis zu unserem nächstes Ziel in Southampton (http://solentmodelrailwaygroup.webs.com) zur EUROTRACK-Modellbaumesse. Wir waren hierher eingeladen als Repräsentanten des österreichischen Modellbahnvereins BK1951 (www.bk1951wien.at). Hier verbrachten wir zwei schöne Tage unter lieben Freunden, gekrönt von einem tollen Gala Dinner Samstag Abend.
    Auf der Weiterfahrt besuchten wir die wunderschöne Kathedrale von Salesbury, White Horses on the Hills, Steinkreise in den Midlands, fuhren durch den Peak District National Park. Inzwischen hatten wir uns auch an die Super-Single-Roads gewöhnt und das LINKS-Fahren.
    Das Hauptziel unserer Reise hieß ja Schottland. Und dort kamen wir am Donnerstag, den 25.09. in Moniaive (in der Nähe von Dumfries) an. Vom 26. – 28.09. fand hier in The Glencairn Memorial Institute das 6. Moniaive Michaelmas Bluegrass Festival (www.moniaivebluegrass.co.uk) statt. Mit dieser Veranstaltung hatte ich nicht gerechnet, das war eine Überraschung meines Mannes für mich. Wir wurden auf der Campingwiese sehr herzlich empfangen und hilfreich unterstützt, damit wir wenigstens für den Freitag noch Tickets bekamen, denn das Festival war schon seit Monaten ausverkauft. Wir hatten wirklich großes Glück.
    Donnerstagabend war bereits Jam-Session im Pub. Freitag, 26.09. begann das Konzert um 19:30 h, vier Bands waren angesagt und trotzdem dauerte es nur bis 23:30 h.
  1. Dalebilly (www.167124.mrsite.com/index.htm) aus England: 5 Musiker mit Banjo, Gitarren, Kontrabass, Mandoline, Dobro und abwechselndem Gesang. Zehn Titel, schöne langsame Lieder mit sehr guten Stimmen und dann wieder rasend schnelle traditionelle Stücke mit vielen Solis (>Walking after midnight<, >Oh Carolina<, usw.).
  2. The Mairs Family Band (www.facebook.com/pages/The-Mairs-Family-Band/436234686394917?sk=timeline) aus Schottland: 4 Musiker mit Dobro, Kontrabass, Gitarre, Banjo, Mandoline und abwechselndem Gesang. Sehr flott und traditionell (>Last night my memory was burning<, >Jimmy Brown<, >Rocktop<), einige schöne Gospelsongs, dreistimmig und auch a capella (>Hey John<) und ein mit sehr hoher Stimme vom Bandleader vorgetragener Jodler.
  3. The Carpenter & May Band (www.carpenterandmay.com) aus Tennessee: 4 Musiker mit Mandoline, Banjo, Fiddle, Gitarre, Kontrabass und abwechselndem Gesang: >Sitting on top of the world<, dann etwas Swing und irische Töne, >Banks of the Ohio<, >If You’re ever in Oklahoma<, >Nine pound hammer<, >Devils Dream<, alles in einem Wahnsinnstempo. Der Mandolinspieler sang mit der genau passenden Stimme >Little Birdie<. Die Band bekam während des Spiels Szenenapplaus, beim letzten Fiddle-Traditional klatschten alle begeistert mit und zum ersten Mal an dem Abend wurde Zugabe gefordert.
  4. The Whitetop Mountain Band(http://whitetopmountainband.tripod.com)
    aus Virginia: 5 Musiker mit Mandoline, Gitarre, Kontrabass, Fiddle, Banjo (das spielte die Mutter). Sie sind eine der bekanntesten Tanzbands der Appalachian Mountains und das bekamen unsere Füße zu spüren. Da ging die Post ab und das Publikum tobte und tanzte, ich natürlich auch. Wer konnte denn da noch still sitzen oder stehen bleiben! Sie sangen auch ein sehr schönes Duett (>Echoes of the Blue Ridge<) und Blues und Jodler (>Roosters Crowing lues<) doch die meisten Stücke waren einfach mitreißend schnell, auch die Zugabe.
    Ein wunderschöner Abend war vorbei, nein, noch nicht ganz, denn anschließend
    wurde fleißig weiter gejammt im Pub nebenan. Das war das Richtige, um die Nacht ausklingen zu lassen. Schade jedoch, dass ich keine CDs mitnehmen konnte, da der offizielle Verkauf – aus welchem Grund auch immer – erst am nächsten Abend stattfinden sollte und da waren wir ja schon wieder auf Achse.
    Nach diesen vielen verschiedenen musikalischen Eindrücken und guten Erfahrungen mit lieben und freundlichen Menschen hatten wir nun Zeit und Muße, die geplante Urlaubsreise durch Schottland zu genießen. Wunderschöne Landschaften, Ruhe und viel Natur in den Highlands, ausgedehnte Gewässer wie z. B. Loch Lomond. Eine Fahrt auf den Ben Nevis mit der Seilbahn wurde mit einem phantastischen Rundblick belohnt. In der Glen Grant Distillery erlebten wir eine sehr persönliche Führung. Firma Baxters, ein Spezialist für Suppen, wurde aufgesucht. Auch ein für seine Haggis (schottische Spezialität!) berühmter Fleischhauer in Fochabers durfte nicht fehlen sowie WALKERS Shortbread. Zurück ging es über Berwick-Upon-Tweed, Peterborough, großräumig vorbei an London und am 07.10. bestiegen wir wieder die Fähre in Dover und haben uns bei Blitz, Donner und Hagel von England verabschiedet.
    Nächste Station in Frankreich hieß St. Amand-les-Eaux. Hier steht in wunderschöner Belfried, verschnörkelt und weiß. Nach den Wetterkapriolen der letzten Tage, wobei unser Auto ganz schön durchgeschüttelt worden war, hatten wir hier nun totale Windstille. In Binche (Belgien) sahen wir das Internationale Karnevalmuseum. In Belgien wurden wir auch wieder durchgerüttelt, allerdings diesmal von den schlechten Straßen. Wieder in Frankreich wurde es immer wärmer, daher blieben wir vier Nächte in Stenay, ein Ort wo wir schon richtig zuhause sind, so oft haben wir den bereits aufgesucht auf unseren Reisen. Stenay ist bekannt für sein Internationales Biermuseum.
    Da wir noch ein wenig Zeit hatten für die Heimreise, besuchten wir auch in Deutschland einige Städte die schon lange auf unserem Plan standen. Als erstes kam Trier an die Reihe, wir übernachteten in einem Weingut und waren total überrascht, ausgerechnet hier schottische Hochlandrinder anzutreffen – in Schottland selbst haben wir sie vergeblich gesucht. Was wir hier jedoch vermißten das war die kommunikative offene und echte Freundlichkeit der Schotten und Franzosen, denn in Deutschland begegneten uns durchwegs mürrische und schlechtgelaunte Menschen. Trier selbst gefiel uns jedoch sehr gut, eine interessante Stadt mit vielen Bauten aus der Römerzeit.
    Nächster Stopp: Bendorf-Sayn – eine Stadt die von ihrem Schmetterlings-Zoo lebt, auf allen Häusern wird man auch durch Malereien darauf hingewiesen.
    Danach kam Wuppertal – hier gab es wieder etwas Interessantes, nämlich die Schwebebahn, sie ist auf den Schienen aufgehängt und fährt über unseren Köpfen durch die Stadt, genau oberhalb des Fußlaufs. Lustig!
    Nördlingen und Neuburg/Donau – das waren zwei Kirtagsfeste an einem Tag. Doch danach ging es Richtung Heimat, wo wir am 21.10. wohlbehalten in Wien eintrafen.
    Text + Fotos: Elisabeth und Franz Kölbl für Country Music News International













Posted in:

0 Kommentare:

Post a Comment

Pyramid Sun Sonnenstudio

CMNI Radio Show

Google+ Badge

Google+ Followers

Nashville Music City

Mietwagen Preisvergleich

Unsigned Only 2017

Tennessee Tourism

USA Songwriting Competition

The Independent Music Show

Coreopsis Publications LLC

Magazine Archive

Powered by Blogger.