Tuesday, July 26, 2011

Lagerfeuer, Cowboys, Glimmstängel

Lagerfeuer, Cowboys, Glimmstängel

Sänger Tom Astor (68) über Country, Karriere und Klischees


Ismaning, 26.7.2011 – Country-Glamour in Nashville und Bodenständigkeit im Sauerland, zwei vermeintlich gegensätzliche Eigenschaften, die Country-Sänger Tom Astor liebt und lebt. In der Talksendung „Alles Liebe V.I.P.“ auf GoldStar TV – Alles Schlager (nur auf Sky) erzählt der preisgekrönte Sänger, dessen „Best of“-Album kürzlich erschien, am 7.8. um 22:00 Uhr von seinen Anfängen im Musikbusiness und räumt mit Country-Klischees auf.

Mit 20 Jahren stand Tom Astor mit Schlagertiteln erstmals auf der Bühne. Ende der 1970er Jahre wandte er sich der Countrymusik zu und landete 1984 mit dem Titel „Hallo, guten Morgen Deutschland“ seinen ersten Hit. Seitdem ist der in einem „Energiehaus“ im Sauerland lebende Sänger eine feste Größe in Deutschlands Country-Szene. Auch in der Country-Hochburg Nashville, wo er Duette mit Legenden wie Johnny Cash, Kenny Rogers oder den Bellamy Brothers aufnahm, ist er kein Unbekannter.

Bereits als Kind hatte Tom Astor alias Wilhelm Bräutigam das Country-Fieber gepackt, verrät er im Interview auf GoldStar TV: „Ich war 13 oder 14 Jahre alt und war musikbesessen. Durch einen Zufall [...] habe ich eine Platte gesehen, die Hillbilly-Musik hieß. [...] Ich habe mir das in Ruhe angehört und fand das sehr originell.“ Daraufhin beschloss er, selbst Musik zu machen. Vielleicht auch, weil sein Klavierlehrer ihn durch Nickerchen in der klassischen Klavierstunde demotivierte („Er war schon über 80 und schlief immer ein, wenn ich Klavier gespielt habe.“), wurde die Gitarre sein musikalischer Begleiter.

Sein ständiger Begleiter in modischer Hinsicht wurde später der Cowboyhut, den er seit 40 Jahren trägt. Auch wenn er durch sein Äußeres und durch die Liebe zu Pferden, die er mit seiner Familie teilt, ein Cowboyimage pflegt, wehrt sich Tom Astor gegen das Cowboyklischee der Country-Musik: „Wenn man in Deutschland an Countrymusik denkt, denkt man immer an Lagerfeuer, Cowboys und weiße Glimmstängel. Das ist das Problem. [...] In Amerika ist Country wie moderne Popmusik.“

Seinen Cowboyhut möchte der 68-Jährige noch lange nicht an den Nagel hängen, obwohl sein erster „Shady Brady“-Hut inzwischen im „Haus der Geschichte“ in Bonn ausgestellt ist: „Wenn ich jetzt aufhöre, würde mir das sehr schwerfallen. [...] Solange ich fit bin, wird man mich noch ertragen müssen.“, lacht Tom Astor.

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